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Iris Barbata - Bartiris

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Blüte

Bartiris blühen ca. 3-4 Wochen. Diese kurze Periode kann man durch die Wahl verschiedener Arten verlängern. So beginnen die kleineren Miniaturirissorten bereits ab Mitte April zu blühen, während die Hohen Bartiris bis Mitte Juni blühen.
Der Aufbau der Blüte ist bei allen Bartirisarten gleich. So bilden drei Blütenblätter den oberen Teil der Blüte, den sog. Dom. Der untere Teil der Blüte wird von 3 Hängeblättern gebildet auf dem der behaarte Bart sich bildet und Insekten anlocken soll.
Die Farbenvielfalt der Bartiris ist enorm. Bis auf rot, reicht die Farbpalette von weiß über gelb, orange, blau violett und rosa bis hin zu schwarz und braun. Dabei kann der Dom eine andere Farbe aufweisen als die Hängeblätter. Auch die Farbe des Bartes variiert und kann von der Farbe der Hängeblätter abweichen.

Wuchs

Bartiris bevorzugen einen vollsonnigen Standort. Pflanzen die an halbschattigen Plätzen gepflanzt werden, können eventuell noch wachsen, die Blühfreudigkeit leidet jedoch darunter.
Der Boden sollte durchlässig sein, so dass sich keine Staunässe bilden kann. Schwerer Boden kann man durch einarbeiten von Sand verbessern oder es wird eine Drainageschicht aus Kies unter die Pflanzen eingearbeitet. Der PH-Wert des Bodens sollte leicht kalkhaltig bis neutral sein.
Wenn dies berücksichtigt wird, wachsen die Rhizome der Bartiris zuverlässig und bilden so über die Jahre schöne Horste. Am Ende der Rhizome bilden sich Blattfächer aus einzelnen graugrünen schwertförmigen Blättern. Aufgrund dieser Blattform werden Bartiris auch Schwertlilien genannt. Die Blätter bleiben über den Winter hindurch grün.
Je nach Art werden Bartiris zwischen 15 cm und 120 cm hoch.

Verwendung

Iris kommen besonders schön in Irisrabatten mit unterschiedlichen Irissorten zu Geltung. Dabei eignen sich die Miniaturiris für die Pflanzung im Beetvordergrund. Dahinter und zwischen die Hohen Bartiris pflanzt man Sorten von Iris Barbata-Media. Generell sollt man nicht allzu viele unterschiedliche Farben pflanzen, da sonst das Beet recht unruhig wirkt.
Wenn man Bartiris im Staudenbeet pflanzen möchte, sollte man darauf achten, dass man Pflanzen mit gleichen Ansprüchen auswählt, die die Rhizome nicht überwuchern. Die meisten Ausfälle sind auf zu häufiges Gießen zurückzuführen.

Vermehrung

Bartiris lassen sich sortenrein durch Teilen vermehren. Dazu werden alle 4-5 Jahre oder falls die Horste zu dicht stehen und nicht mehr so recht blühen wollen nach der Blütezeit im Juni mit einer Grabgabel ausgegraben. Die Rhizome sollten wenn möglich unverletzt bleiben. Die Pflanze wird grob von Erdklumpen befreit.
Alle Rhizome, die einen Blattfächer besitzen, kann man an der dünnsten Stelle mit einem scharfen Messer teilen. Die so gewonnenen neuen Pflanzen pflanzt man wie oben beschrieben erneut ein. Das übriggebliebene alte Rhizom wird entsorgt.
Um neue Pflanzen mit anderen Eigenschaften zu erhalten, können Bartiris auch über Samen vermehrt werden. Nachdem eine Pflanze befruchtet wurde, bildet sich nach der Blüte eine große grüne Samenkapsel. Sobald sich diese braun färbt und beginnt sich zu öffnen, sollte diese abgeschnitten werden und die braunen Samen geerntet werden. Diese werden bis Mitte Oktober trocken aufbewahrt und kommen dann in Töpfe mit durchlässiger Erde. Die Körner werden im Abstand von ca. 4 cm ausgelegt und mit ca. 1,5 cm Erde bedeckt. Die Töpfe bleiben über den Winter hindurch im Freien. Keine Untersetzer verwenden, da sich sonst Staunässe bilden kann. Im Frühjahr zeigen sich dann die ersten Jungpflanzen die dann im Juli in Beete vereinzelt werden. Im darauffolgenden Frühjahr kommen dann die Pflanzen erstmalig zur Blüte.

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