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Dahlien

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Dahlien kommen ursprünglich aus Mittelamerika und wurden dort bereits von den Azteken in deren Gärten kultiviert. Die Azteken nannten diese Pflanze Cocoxochitl welches übersetzt Wasserrohr bedeutet. Sie wurde wegen der Knolle angebaut und die Baumdahlien wurden zur Weiterleitung von Wasser genutzt.
Nach der Eroberung Mexikos durch Spanien beschrieb und skizzierte der Leibarzt von König Philip der II. von Spanien, Franzisco Hernandez während seiner siebenjährigen Expedition (1570-1577) in der neuen Welt unter anderem auch diese Pflanze.
1785 schickte der Botanische Garten von Mexico City erste Samen an Abbé Cavanilles Leiter des königlichen botanischen Gartens von Madrid. Die dort daraus gezogenen Pflanzen wurden 1790 dann zu Ehren des schwedischen Botanikers Anders Dahl (1751-1789) als Gattung Dahlia beschrieben. Diese ersten Dahlien in Rot und Rosa gediehen nicht unter den neuen europäischen Bedingungen.
1804 brachte Alexander v. Humboldt (1769 – 1859) von seiner Amerikareise Samen für den Berliner botanischen Garten und Paris mit. Diese gelben, rosa und violetten Sorten konnten erfolgreich vermehrt werden. 1806 stellte der botanische Garten Berlin bereits 55 Sorten vor. 1809 wird die erste weiße Sorte vorgestellt.
Von Deutschland und Frankreich verbreitet sich die Dahlie weiter und erreicht 1815 England. Ca. 1830 werden die ersten Anemonenblütigen Dahlien vorgestellt. Danach werden die Pompondahlien gezüchtet. 1872 wird die für die Kaktusdahlie wichtige Dahlia juarezzi nach Holland eingeführt. Anfang 1900 werden in Frankreich die Halskrausen Dahlien gezüchtet.
Heute gibt es mehr als 50.000 Sorten.

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