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Tulpen

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Tulpen gehören zur Familie der Liliengewächse. Ihre ursprüngliche Heimat ist der Nahe Osten. Bereits die Perser haben Tulpen vor über 1000 Jahren in Ihren Gärten kultiviert. Von dort aus nahm die Tulpe Einzug in die Gärten der türkischen Herrscher.
Im Jahre 1554 wurde Ogier Ghiselin de Busbecq (1522 – 1592) als Botschafter des heiligen römischen Reiches unter Kaiser Ferdinand I. an den Hof des osmanischen Sultans Suleiman I nach Konstantinopel bestellt. Dort bemerkte er in den Gärten des Herrschers die farbenfrohen Blumen. Aufgrund eines sprachlichen Missverständnisses glaubte er, dass der Name dieser Blumen Tulipan sei. Er brachte im Laufe seiner Amtszeit mehrere Zwiebeln und Samen nach Wien. Dort wurden die ersten blühenden Tulpen von dem Schweizer Naturforscher und Buchillustrator Konrad Gesner (1516 – 1565) dokumentiert.
Für die Verbreitung der Tulpen in Europa ist dem Botaniker Charles de l'Écluse (1526 – 1609) zu danken. Carolus Clusius wie er lateinisch genannt wurde, war ab 1573 als Hofbotaniker bei Maximilian II. in Wien tätig. Dort konnte er sich mit der Vermehrung der Tulpen näher befassen. 1593 ging er dann mit seiner privaten Tulpensammlung nach Leiden und leitete dort den botanischen Garten. Einzelne Tulpenzwiebeln kamen dort abhanden und sorgten für die weitere Verbreitung der Tulpe. Er ist der Begründer der Tulpenzucht in den Niederlanden.

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